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Das Wort zum Tag

«Die Reichen können nicht auf einer Insel leben, die von Armut umspült ist.» Ayrton Senna, Formel-1-Legende

Alain Bieri

«Merssi viumau»

Ein Seufzer geht durchs Land. Schiedsrichter Alain Bieri mag nicht mehr. In Bern ist es ein Seufzer des Bedauerns, der Rest der Schweiz gibt sich erleichtert.

Seit dem 23. Februar 2020 gilt Alain Bieri in der Ostschweiz als Sohn einer unehrenhaften Dame. In der Nachspielzeit liess der Berner einen Penalty wiederholen. «Merssi viumau», sagten die Young Boys.

Lange Karriere

Der 43-Jährige pfiff 15 Jahre in der Super League. Und war nie unbestritten. Schmähungen steckte er ein – von den billigen Rängen und aus den Logen. Bieri sieht das philosophisch: «Fehlerlos ist nur, wer keine Verantwortung übernimmt.»

In Ecuador

Nein, das pure Vergnügen ist es nicht, Schiedsrichter zu sein. Davon wusste auch ein Unparteiischer in Ecuador ein Liedchen zu pfeifen. Vor Spielbeginn wurde eine Schweigeminute abgehalten für seine am Vorabend verstorbene Mutter. Ergriffen zollten die Fans dem Trauernden Respekt. Leider nicht für lange: Nach einem nicht gegebenen Tor erinnerte sich die Menge an seine Mutter. «Hurenwaise!», dröhnte es von der Tribüne.

Mach's gut, Bieri. Du Pfeifenmann.